JUNGIMKER

by Lenki


Heimische Honigsorten

Blütenhonig

Beim Eintragen von Nektar aus Wiesenblumen, Obstbäumen, Gemüse- und sonstigen Kulturpflanzen, aber auch von blühenden Bäumen und Sträuchern nimmt die Biene auch Blütenpollen mit, die aus hochwertigem Eiweiß bestehen, und mischt Pollenkörner in den Nektar, sodaß daraus ein wertvolles Nahrungsmittel entsteht. Betrachten wir den Honig unter dem Mikroskop, so sind von manchen Blüten viele Pollen vorhanden, der Laborant spricht von „Leitpollen“. Sind andere Pollen nur in geringem Ausmaß vorhanden, so nennt man diese „Begleitpollen“. Die Pollenkörner verleihen dem Honig oft den typischen Geschmack und Geruch, wonach verschiedene Honigsorten unterschieden werden: Obstblütenhonig, Löwenzahnhonig, Rapshonig, Wiesenblütenhonig, Kleehonig, Himbeerhonig, Alpenrosenhonig, Hochgebirgshonig, Edelkastanienhonig, Lindenblütenhonig, Robinienhonig,...

Waldhonig

Von den Bienen wird der Honigtau an Nadel- und Blattgehölzen gesammelt, und es entsteht ein brauner, von Fichten ein rötlichbrauner, von Tannen oft ein grünlich schimmernder, ja manchmal fast schwarzer Honig, der durch den hohen Anteil an Malzzucker oft längere Zeit nicht kandiert (bis zu einem halben Jahr). Auch beim Waldhonig unterscheiden wir je nach Herkunft des Honigtaues und Geschmackes verschiedene Honigsorten: Tannenhonig, Fichtenhonig, Eichenhonig,...

 

Inhaltsstoffe des Honigs anhand des Honigfächers.

 

Wasser:

Den Anteil des Wassers im Honig merkt man daran, wie schnell der Honig beim Aufstreichen vom Brot rinnt. Der Wassergehalt schwankt zwischen 13 und 21 Prozent. Ein Wassergehalt bis 18 Prozent ist in Österreich und Deutschland erlaubt. Ein Honig mit höherem Wassergehalt ist verderblich. Honige mit richtigem Wassergehalt sind ewig haltbar. Der Wassergehalt kann nur dann in Ordnung sein, wenn verdeckelter Honig abgeschleudert wird. Eilige Imker, die die Verdeckelung nicht abwarten, ernten oft als Konsequenz „wässerige“ Honige.

Zucker:

Ein guter Honig kann bis zu 30 verschiedene Zuckerverbindungen enthalten. Mit den Körperdrüsen erzeugen Bienen Fermente, die in der Lage sind, Mehrfachzucker in Einfachzucker umzuwandeln. Kein Honig ist gleich. Die Zuckerwerte schwanken mit folgenden Werten:

28-34% Glucose (Traubenzucker)

20-38% Fructose (Fruchtzucker)

3-12% Mehrfachzuckerverbindungen (z.B. Maltose, Saccharose, Isomaltose, Erlose, Kestose, Melezitose...)

Die Fermente im Honigglas wirken natürlich weiter und darum entstehen Kristalle. Der Honig wird also fest bei einer Lagerung von Plusgraden. Honige mit viel Traubenzuckergehalt werden rascher fest (Blütenhonig) als Honige mit hohem Anteil von Maltose (Waldhonig).

Fermente:

Im Honig können bis zu 12 verschiedene Fermente enthalten sein. Fermente sind Stoffe, die im Körper chemische Reaktionen einleiten. Die 3 bedeutendsten sind Invertase, Diastase und Glukoseoxidase. Invertase spaltet Saccharose in Fructose und Glucose. Diastase spaltet Stärke in Zuckerverbindungen. Glucoseoxydase baut Glucose in Gluconsäure ab, wodurch der Honig schwach sauer wird. Der dabei frei werdende Sauerstoff (aus Wasserstoffperoxyd) und die Gluconsäure sind in der Lage, Bakterien und Hefen in ihrer Entwicklung zu hemmen oder abzutöten. Man kann sogar im Labor nachweisen, dass ein Staphylococcus aureus (z.B. auf verdorbenen Lebensmitteln Auslöser von Brechdurchfällen) keine Entwicklungsmöglichkeit hat. Wichtig dabei ist, dass der Honig nicht erhitzt wurde! Waldhonige enthalten übrigens mehr dieser Fermente.

Mineralstoffe und Spurenelemente:

Der Mineralstoffgehalt bei Waldhonigen und Blütenhonigen ist unterschiedlich. Dunkle Honige enthalten mehr Mineralstoffe. Blütenhonig hat dagegen mehr Natrium, Calzium und Magnesium. Waldhonig hat mehr Kalium.

 

 

 

 

 

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